werde ich leicht angestupst. Willst du nicht aufstehen? Mit mir laufen, spielen, oder noch besser, mir etwas zu fressen geben? Nein, will ich eigentlich nicht. Aber mein Schlaf ist so leicht dieser Tage, mir ist klar, dass ich nicht wieder einschlafen werde. Also bitte. Gehen wir vor die Tür. Neulich habe ich eine Frau getroffen, die mit Hund und Kaffeetasse unterwegs war. Hätte ich dran denken können. So stolpere ich ohne Kaffee hinter dem Fräulein her. Erinnere mich nach einigen Minuten daran, dass ein junger Hund immer Freude am Lernen hat. Also. Sitz. Bleib. Ich entferne mich, drehe mich nicht um. Wenn sie dann auf Abruf auf mich zurennt, 100 Meter in 5 Sekunden oder so, habe auch ich meinen Spaß.

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ist 10 Monate alt und ziemlich wild. Sie springt den anderen Hunden – wenn sie es zulassen – auf den Rücken, den Bauch, sie klammert, umschlingt, rollt und wenn ich sie an der Leine habe, muss ich zusehen, dass ich nicht auf den balgenden Fellhaufen falle. Ich habe es erst einmal erlebt, dass ein anderes Tier eine derartige Autorität hatte, dass sie freiwillig auf Abstand blieb, es erst gar nicht versuchte. Und das ganz ohne Drohgebärde vorher, ohne Knurren. Schlichte Körpersprache. Der entsprechende Chef sagte, das wäre immer so. Man könnte seine Fellnase – ein älterer Herr von 13 Jahren – auch als Therapie-Hund einsetzen.

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doch hier unten in der Werkstatt/im Büro des Freundes ist es wesentlich kühler als oben in meinem Zimmer. Während ich nach den wunderbaren Tagen der Abstinenz am Laptop sitze – wir hatten in Schweden meist kein WLan, den Laptop hatte ich sowieso nicht dabei – ist der Mopedfahrer ständig in Bewegung. Erstaunlich, dass er noch nicht versucht hat, mich zu einer Radtour zu überreden. Er hat schon für einen Freund die Espressomaschine repariert, an einem seiner Motorräder (keine Mopeds, das ist schlichte Untertreibung) geschraubt, Sättel an Fahrrädern ausgewechselt, Ketten gekürzt, den Freilauf repariert, an seinem neuen Lieblingsrad (seit Schweden) geschweißt, jetzt hat er die Wäsche von der Leine genommen.

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Ob das der Freund ist, der schon den Bus aufräumt? Oder wieder nur der Nachbar? So wie heute Morgen, als ich aus dem Bett gesprungen (okay, gekrochen) bin, weil es so gut nach Kaffee roch? Und dann gab es keinen. Jedenfalls nicht bei uns. Aber selbst ist die Frau, das ist natürlich kein Problem. Ein echtes Problem dagegen ist die Seele. Bzw. ihre Abwesenheit. Der Körper hier, sie schwebt noch irgendwo über Schweden. Über der Hanöbucht. Oder über der beeindruckenden Schärenlandschaft des Asnen Sees, an dessen Ufern wir die letzten Tage an unterschiedlichen Plätzen verbracht haben. Der letzte der schönste.

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Nach der Lektüre des wunderbaren Aal-Buches war es schwierig, etwas ähnlich Gutes zu finden, zumal die Auswahl nicht so groß ist. Doch nun lese ich schon wieder ganz begeistert „Die Liebe und ihr Henker“ von Irvin D. Yalom. Der Freund hat es eingepackt, aber der kämpft mit John Irving, und ich fürchte, Irving verliert. Aber das soll mir egal sein, denn ich versinke in den wenigen Stunden, die ich hier tatsächlich nur lese, in Yaloms Fallgeschichten. Er schreibt so interessant, spannend geradezu – mit Erlaubnis seiner Patienten/Klienten selbstverständlich -, dass ich sogleich eine Therapie bei ihm anfangen möchte.

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nach Trollberget ist der Freund unterwegs. Er will mir etwas von den Schätzen mitbringen. Wir haben schon einen gemeinsamen Anlauf unternommen, aber dann war mir der Weg zu blöd, es fing an zu regnen, und eigentlich wollte ich auch nach Alshult ins Kulturkafe. Das ist vor Midsommar nur an den Wochenenden geöffnet, also war heute die letzte Chance für uns, dort ein Eis oder ein Stück Kuchen zu essen. Wir entschieden uns für das gute Lakritz-Eis, das mit den Totenköpfen drauf. Warum eigentlich nicht für fish and chips? Als wir es uns gerade gemütlich gemacht hatten, ging ein heftiger Guss los. Aber man sitzt auch drinnen sehr nett.

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