werde ich fast zur Tür geschoben. Um 12 wird der Dom geschlossen. Es ist schon 10 Minuten nach. Aber gut, ich hatte eine Stunde mit ihm/ihr. Die Hälfte davon habe ich mal wieder geweint. Still für mich und leise. Nicht unangenehm. Etwas rührt mich in solchen Situationen, ich habe aufgehört darüber nachzudenken, was es nun genau ist. Ich weine. Punkt. Diese Klarheit. Warum hängt er nicht frei? Dieses schmiedeeiserne Dingens darunter störte mich. Aber egal, ich habe sie gesehen. Und ich könnte ihn morgen noch einmal sehen.

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und ich habe nach meinem Umzug direkten Blick auf St. Marien. Was bin ich froh. Hätte ich gestern schon machen sollen, als ich mein müffelndes Zimmer bezogen habe. Ein schönes Zimmer. Geräumig. Wunderbarer Ausblick über Dächer. Eine Badewanne. Aber der Geruch. Ich dachte, wenn ich nachts das Fenster weit offen lasse, würde es heute besser sein. Aber der Tauben-Dreck hat sich über Nacht nicht in Luft aufgelöst, und der ist es wohl, der den Mief verursacht. Eine kurze Mail an die Betreiber, zack, ich habe ein neues Zimmer. Mit Doppelbett und Kirchblick. Und mit guter Luft.

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An meinem letzten Tag bin ich mit der Regionalbahn eine Station bis Kücknitz gefahren, von dort aus sollen es noch knappe 3 Kilometer bis zum Dummersdorfer Ufer sein, dem einzigartigen Landschaftsschutzgebiet an der Trave. Ich weiß nicht, wie ich das mache, aber immer wenn ich aufs Handy schaute, hatte ich noch 45 Minuten zu laufen. Und ohne das Handy hätte ich den schmalen Durchgang schon mal gar nicht entdeckt. Sie halten hier nichts davon, Wanderwege auch als solche auszuweisen. Wie das der Herr W. macht, der noch ganz altmodisch mit einer Karte aus Papier unterwegs ist.

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zum Brodtener Steilufer. Wenn mir etwas gefällt, dann will ich immer mehr davon. Diesmal laufe ich am Strand entlang, schau nach den Schwalben, aufs Meer, vielleicht liegt auch zufällig vor meiner Nase ein Donnerkeil. Ein Hühnergott. Aber nüscht. Ich schätze es sehr, mich in meinem eigenen Tempo zu bewegen, mich zu setzen, oder auch umzukehren, wenn mir danach ist. Als ich an der Promenade einen Mann überholte, hörte ich, wie er „Ich bin im Urlaubsmodus“ sagte. Zehn Meter vor ihm seine Frau. Oder Partnerin. „Aber auch da kann man schneller laufen.“

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bin ich in zehn Minuten in Travemünde. Der Ort betört mich nicht durch seine Schönheit – obwohl, hässlich ist er nicht – schon gar nicht durch die Preise. Ein Aperol kostet 8 Euro, das finde ich zu viel. Ich schätze die Lage. Mehr Meer sozusagen. Und wenn man nicht zur kleinen Fähre und zum Priwall möchte, oder zum ältesten Leuchtturm Deutschlands, dann geht man in die andere Richtung, wo man am Ende der Promenade sogar auf einen Strand trifft, für den man keinen Eintritt bezahlen muss.

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