verbringe ich mit Recherche. Gibt es eine Firma, die unser Terrassendach reparieren, sanieren könnte? Die Stützpfeiler sind morsch, einer hängt quasi durch, da könnte uns bei Schnee oder Starkregen etwas auf den Kopf fallen. Die Lamellen sind undicht, aber da könnten wir wie bisher einen Eimer drunterstellen. Einige Firmen existieren nicht mehr, andere arbeiten nur für die Öffentliche Hand (schöne Formulierung), die Dachdecker, die hier schon einmal gearbeitet haben, würden sich die Angelegenheit in zwei Wochen anschauen.

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stand ein Windlicht. So macht der Hausmann das immer, wenn ich nach längerer Abwesenheit im Dunkeln heimkomme. Sogar einen Rest Quiche gab es, ich konnte zwischen Sekt und Bier wählen, und da ich von unterwegs angerufen und mir ein Feuer gewünscht hatte, prasselte auch eins im Kamin. Juchu. Die Deutsche Bahn dagegen hat kein Juchu verdient. Mein gebuchter Zug war ausgefallen, man könnte von „gestrandet in Bamberg“ sprechen. Die Stadt soll schön sein. Nicht in Bahnhofsnähe. Ehe ich wenigstens ein Café gefunden hatte. Die zwei darin verzehrten Eiskugeln haben sich später allerdings als kluge Entscheidung entpuppt.

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Aufstehen. Espressokocher aktivieren. Wasserkocher befüllen, anschalten. Gerade bei diesen Temperaturen schätze ich eine mit heißem Wasser vorgewärmte Tasse, da hat mich der Hausmann verdorben. Und dann Stille plötzlich. Der Wasserkocher zischt nicht, der Espressokocher röchelt nicht, und die Zeitanzeige am Herd ist dunkel. Auch das Licht funktioniert nicht. Da hat wohl etwas die Küchen-Sicherung rausgehauen. Doch dann schau ich noch in meinem Zimmer nach, im Flur. Nirgendwo geht etwas. Das ist der Blackout, denke ich. Der nächste Gedanke, was für ein Mist, ich hatte nicht einmal meinen Kaffee. Das könnt ihr mit mir nicht machen.

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Ich habe es mir an meinem Baum gemütlich gemacht. Mit Kissen für den Hintern und einem Glas für das Bier. Dem Baum habe ich selbstverständlich auch etwas von dem kühlen Getränk abgegeben. Gleich wird die Sonne hinter dem Wald verschwunden sein. Dann wird es frisch. Eigentlich wollte ich heute in die Stadt. Aber dann war es so angenehm warm im oberen Garten, das Licht so betörend, und ich bin stattdessen auf den Hügel gestiegen und habe die Aussicht auf mich wirken lassen. Den Blick über Felder, Wiesen, Wald, das Dorf.

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die Sonne heraus, möchte ich die Hängematte spannen. Wie anders ich mich gleich fühle nach anderthalb Regentagen. Doch dann fahre ich mit dem Bus Richtung Stadt, laufe ein Stück auf dem Fränkischen Marienweg hoch zur Ruine der Karlsburg. Wie malerisch sie vor mir liegt. Wie schön der Blick. Wie angenehm, dass ich sie für mich alleine habe. Wahrscheinlich haben die anderen potentiellen Besucher die Wolken, die sich über den Hügeln auf der gegenüberliegenden Seite aufgebaut haben, richtig gedeutet.

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